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Meine Apotheke, meine Mitarbeiter

Gutes Personal ist in vielen Apotheken gesucht. Denn immer öfter bleiben Stellen unbesetzt – im schlimmsten Fall sogar dauerhaft. Nur wer eine starke Mitarbeiterbindung aufbaut, seine Angestellten fördert, schafft eine volle Zufriedenheit im Personal – und findet schlussendlich die Mitarbeiter, die er auch gesucht hat.

Qualifizierte Mitarbeiter sind Mangelware in Deutschland. Laut dem „Fachkräfteatlas“1 der Online-Jobbörse StepStone suchen Unternehmen verstärkt gutes Personal. Auch Apothekeninhaber tun sich schwer, gute Mitarbeiter für ihre Offizin zu finden – egal ob Apotheker, PTA oder PKA. „Bei mir und auch vielen Kollegen ist das Problem, überhaupt an Bewerber zu kommen“, sagt Johannes Lehmann, Inhaber der Schloss-Apotheke in Rust. „Wenn sich jemand bewirbt und dann auch noch gut ist, ist das schon ein Sechser im Lotto. Beim letzten Bewerbungsgespräch hatte ich eher das Gefühl, mich als Arbeitgeber zu bewerben – und nicht andersherum.“

Gute Mitarbeiter suchen, aber richtig

Wie Lehmann geht es leider auch vielen anderen Apothekern. Doch wie gelingt es – trotz schwieriger Zeiten – an gutes Personal zu kommen? Christian Hutter, Coach und Experte für Employer Branding, sagt: „Apotheker müssen umdenken und sich auch mal trauen, neue Wege einzuschlagen. Dafür ist es wichtig, sich klar am Arbeitsmarkt zu positionieren und zu zeigen, worin man sich als Arbeitgeber von anderen unterscheidet.“

Wer Personal sucht, sollte daher also nicht sofort in planlosen Aktionismus verfallen und etwa eine Stellenanzeige nach der anderen veröffentlichen. Viel wichtiger ist es, die Suche mit Bedacht anzugehen und sich erst einmal an die eigene Nase zu fassen: Was biete ich meinen Mitarbeitern? Warum sollten sich Bewerber ausgerechnet für mich entscheiden? Wie hebe ich mich als Arbeitgeber von anderen Apotheken ab?

Was ist Employer Branding?

Die Punkte, mit denen Sie sich von der Konkurrenz unterscheiden, sollten Sie unbedingt deutlich kommunizieren. Wem dies gelingt, der betreibt bereits erfolgreich Employer Branding – zu Deutsch und etwas umständlicher: „Arbeitgebermarkenbildung“. Wie der Name verrät, geht es darum, sich als Arbeitgeber einen Namen zu machen. Eine positive Arbeitgebermarke aufzubauen, ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zu gutem Personal. Im Klartext bedeutet das, dass man seine Stärken und Vorteile gezielt präsentiert und diese kontinuierlich ausbaut. Dass das keine Zukunftsmusik ist, sondern längst Realität, belegt die Studie der Jobplattform „StepStone“. Im Bereich des Employer Brandings bilden studienbezogene Daten für Unternehmen die Basis für wichtige Entscheidungen. Die Daten liefern zum Beispiel Informationen zur Zielgruppe und helfen dabei, wichtige Faktoren zu identifizieren, die den Arbeitgeber insgesamt attraktiver machen. 41 Prozent der deutschen Unternehmen geben demnach an, sich in ihren Entscheidungen bereits auf Daten zu stützen. Damit sind die deutschen Arbeitgeber allerdings weniger datenorientiert als der weltweite Durchschnitt. Hier ist es gut jedes zweite Unternehmen, das seine Entscheidung auf Grundlage von Daten trifft.

Mitarbeiter

Neue Mitarbeiter gesucht: Was muss die Apotheke leisten?

Voraussetzung für die Gestaltung der eigenen Arbeitgebermarke sind Eigenschaften, die den Arbeitgeber ausmachen und auch einzigartig machen. Inspiration erhalten Apotheker, für die dieses Gebiet häufig noch Neuland ist, bei den „Großen“ – also Top-Arbeitgebern wie BMW, Audi, Porsche und etwa der Drogeriemarktkette dm. Diese schneiden aus guten Gründen immer wieder als erste unter den beliebtesten Arbeitgebern ab.

Ein Blick auf deren Homepage oder Bewerbungsportal lässt vielleicht schon die ein oder andere Erkenntnis zu. Das bedeutet aber nicht, dass man eine Recruiting-Website inklusive YouTube-Channel, Facebook-Profil und dazugehörigem Twitter-Kanal ins Leben rufen muss – ganz im Gegenteil. Weit weniger ist bereits ausreichend.

Personal motivieren, fördern und weiterbilden

Wichtig ist es, sich die grundlegenden Eigenschaften beliebter Arbeitgeber vor Augen zu führen. Das kann zum Beispiel eine innovative Unternehmenskultur mit attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten sein. Das Ziel dieser Maßnahmen ist immer das gleiche: zufriedene Mitarbeiter und eine starke Arbeitgebermarke. Das Tolle daran: Wenn Ihr Team mit Ihnen als Arbeitgeber und dem Arbeitsumfeld zufrieden ist, wird es selbst davon erzählen.

Motivierte Mitarbeiter, die gerne in der Apotheke arbeiten, sind mehr wert als jede Stellenanzeige. Kehren Sie also am besten zuerst vor der eigenen Haustür, bevor Sie sich auf die Suche nach neuem Personal nach außen begeben. „Eine anonyme Umfrage unter den Mitarbeitern ist bereits sehr aufschlussreich“, sagt Christian Hutter. „Diese sollte man allerdings auch ernstnehmen und bei Bedarf entsprechend nachbessern.“

Employer Branding und Personalentwicklung helfen bei der Suche nach Mitarbeitern

Die große Frage beim Employer Branding dreht sich also darum, was Mitarbeiter wollen. Gründe, aus denen Arbeitskräfte für ihren Job sogar umziehen, können dafür ein nützlicher Anhaltspunkt sein. Denn wenn jemand für die neue Stelle seinen Lebensmittelpunkt verlagert, spricht das dafür, dass der zukünftige Arbeitgeber im Bewerbungsprozess einiges richtig gemacht hat. Der Fachkräfteatlas von StepStone definiert als wichtigstes Kriterium für einen berufsbedingten Umzug „bessere Bezahlung“ mit 85 Prozent. Richtig interessant wird es aber auf den Folgeplätzen. Hier stehen „interessanter Arbeitsinhalt“ (79 Prozent), „bessere Möglichkeiten zur Weiterentwicklung“ (55 Prozent), „bessere Aufstiegschancen“ (47 Prozent) und „bessere Unternehmenskultur“ (40 Prozent) mit ebenfalls sehr hohen Prozentzahlen.

Zufriedene Mitarbeiter dank attraktiver Arbeitgebermarke

Wenn man gerade dabei ist, sein Employer Branding aufzubauen, kann man sich dieses Wissen gut zunutze machen. In einem ersten Schritt sollte man sich deshalb überlegen: Was davon biete ich bereits an? Welche Punkte kann und will ich verbessern, ausbauen oder einführen? Die Antworten auf diese Fragen zeigen Ihnen bereits auf, wie Sie eine attraktive Arbeitgebermarke aufbauen.

Sich auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter einzulassen und einen angenehmen Arbeitsplatz zu schaffen, ist also das große Geheimnis hinter einer starken Arbeitgebermarke. „Wie das dann konkret aussieht, unterscheidet sich von Apotheke zu Apotheke“, sagt Hutter. „Während in der einen Offizin vor allem ein vertraglich geregeltes Weiterbildungsbudget wichtig ist, legen die Mitarbeiter anderswo vielleicht mehr Wert auf betriebliche Altersvorsorge oder einen modernen Unternehmensauftritt.“

1 http://www.stepstone.de/stellenanbieter/jobboerse-stepstone/loader.cfm?csModule=security/getfile&pageid=31265

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