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Den inneren Schweinehund überwinden statt resignieren

Ob es darum geht, einen guten Vorsatz umzusetzen oder im Beruf beispielsweise eine unangenehme Aufgabe oder Tätigkeit zu erledigen – gegen den inneren Schweinehund kommt man nicht so leicht an. Doch mit ein paar Tricks können Sie ihn besiegen und ihre Ängste überwinden.

Der innere Schweinehund gehört zur Gattung der Zeiträuber, Fortschrittsbremser und Schwindler. Er ist der Meister der Ausreden und das Symbol der Willensschwäche. Zur Verschleierungstaktik des Schweinehundes gehört es, kreative Ausreden zu produzieren: „Ich könnte so vieles tun, aber ich muss ja erst so viel anderes erledigen“, „Das schaffe ich heute auf keinen Fall mehr“, „In der kommenden Woche fange ich ganz bestimmt damit an“: Solche und andere Ausreden gehören zum ständigen Repertoire des inneren Schweinehundes und lassen uns untätig sein und bleiben.

Der Schweinehund hasst nichts so sehr wie Veränderungen. Sobald man nur über eine Veränderung nachdenkt, tritt der innere Schweinehund auf die Bühne und redet so lange auf einen ein, bis man es von vornherein lässt. Er liebt es bequem, er liegt am liebsten auf dem Sofa und erfindet Ausreden, ist träge und bequem. So fällt im Leben so einiges der Bequemlichkeit zum Opfer – und der innere Schweinehund freut sich. Auf der faulen Haut liegen, das kann der Schweinehund am besten. Einfache Tricks können der Motivation aber wieder auf die Beine helfen.

Den inneren Schweinehund besiegen

Um den inneren Schweinehund zu zähmen, ist es wichtig, ein gewisses Maß an Selbstkontrolle zu entwickeln. Hüten sollte man sich aber davor, es mit der Selbstkontrolle auf die Spitze zu treiben. Unter Zwang Dinge zu erledigen, kann auf Dauer frustrierend wirken. Wer nach einem harten Tag in der Apotheke einfach nur auf der Couch entspannen oder mit Freunden feiern will, sollte das auch tun. Entscheidend ist, die Ausnahme nicht zur Regel werden zu lassen. Starten Sie ganz bewusst mit kleinen und erreichbaren Schritten. Hier ein paar Ideen dazu.

Um Ihren Schweinehund zu überwinden, sollten Sie ein klares und konkretes Ziel formulieren. Weg mit dem Konjunktiv, wenn Sie gute Vorsätze formulieren. „Müssen“ durch „dürfen“ ersetzen, „ich muss“ durch „ich will“. Denn wenn Sie mit zögerlichem „Eigentlich müsste ich ...“ und „Ich will versuchen ...“ starten, lösen sich Ihre Vorsätze in nichts auf.

Üben, üben und immer wieder üben

Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Üben Sie, die Dinge, die Sie ohnehin irgendwann früher oder später erledigen müssen, weniger hinauszuzögern. Denn nur so kann diese Angewohnheit in Fleisch und Blut übergehen. Ziehen und zerren Sie auch ein wenig an sich selbst, bis Sie irgendwann merken, dass Ihnen das Geplante bereits leichter von der Hand geht. Die Wahrheit ist und bleibt: Es gibt keine Alternativen. Machen Sie sich diese Tatsache jeden Tag erneut bewusst und Sie werden lernen, es zu akzeptieren – weil Sie müssen und wollen.

Stellen Sie sich selbst etwas Schönes für erfüllte Aufgaben in Aussicht, beispielsweise eine bestimmte CD, einen Kinobesuch oder etwas anderes, was Ihnen Freude macht. Loben Sie sich selbst, wenn Sie eine unangenehme oder große Aufgabe bewältigt haben. Genießen Sie es, mit etwas fertiggeworden zu sein, und freuen Sie sich.

Ängste überwinden: Fünf Schritte zum Optimisten

Sehr oft sagen Menschen: „Mir geht es gut, aber …“ Oder: „Das möchte ich machen, aber …“ Wenn Sie auch die Tendenz zum „Aber-Menschen“ haben, dann versuchen Sie in nächster Zeit doch mal, Ihre Sätze ohne das Wörtchen „aber“ zu formulieren. Denn der „Aber-Nebensatz“ löscht das Positive, das Sie zuvor sagten, sozusagen aus.

Hier sind fünf Schritte, damit auch Sie zum Optimisten beziehungsweise zur Optimistin werden:

  • Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken
    Schreiben Sie fünf Stärken und fünf gute Eigenschaften auf und setzen Sie sie bewusst ein.
  • Sehen Sie Erfolge von sich und anderen
    Beginnen Sie Teambesprechungen oder die eigene Reflexion über den Tag mit Gelungenem, mit Erfolgen.
  • Entdecken Sie ein Optimismusmotto
    Es gibt immer Augenblicke, wo etwas schief oder anders als erwartet läuft. Dafür brauchen Sie eine Aufmunterung wie „Das wird schon“, „Es geht am Ende alles gut“. Nutzen Sie die Kraft der sich selbst erfüllenden Prophezeiungen
  • Arbeiten Sie regelmäßig mit guten Gedanken
    Bauen Sie sich einfache Sätze aus optimistischen Absichten, die Sie so häufig wie möglich wiederholen. Etwa „Ich bekomme Unterstützung und nehme sie an“ oder „Ich stecke meine Kunden mit meinem Optimismus an“.
  • Entwickeln Sie ein flexibles Weltbild
    Für Optimisten ist die Welt voller Chancen. Bei Rückschlägen suchen sie nach der nächsten Chance, statt Fehler als Bestätigung mangelnder eigener Fähigkeiten zu sehen.

Zur Weiterführung und Vertiefung empfehlen wir diese Live-Online-Fortbildungen und Seminare:

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Referentin: Dr. Miriam Fritsch-Kümpel
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