Das Informations- & Fortbildungsportal für Apotheken
Menü

Das äußere Erscheinungsbild der Apotheke - Werbung und PR

Lieblos dekorierte Schaufenster will keiner. Aber wie macht man auf sich aufmerksam? Ob Schaufensterpräsentation oder eine gute Anzeige – für eine Apotheke gibt es viele Wege, Aufmerksamkeit zu erregen. Wie das äußere Erscheinungsbild der Apotheke zum Erfolg verhilft

Die einen sprechen von der Visitenkarte der Apotheke, andere gleich vom „Tor zur Welt“. Gemeint sind die Schaufenster, die nach wie vor ein wichtiges Werbemittel für Apotheken darstellen. Für einen erfolgreichen Einsatz benötigt man gute Ideen und ein Konzept. Ein Vorteil der kreativen Schaufenstergestaltung ist, dass diese Form des Marketings Sie wenig kostet – außer Zeit.

Apothekenschaufenster sind ein eminent wichtiges Instrument, um Passant:innen, aber auch Kund:innen auf die Angebote und Leistungen der Apotheke ansprechend aufmerksam zu machen. Primäres Ziel einer guten Schaufensterdekoration muss es sein, positive Emotionen zu wecken, die Kauflust zu stimulieren und unter anderem auch zu Spontankäufen zu verleiten. Um dies zu erreichen, muss ein Schaufenster interessant gestaltet sein und für einen originellen Auftritt sorgen.

Aufmerksamkeit erregen: Apothekenschaufenster richtig dekorieren

In den vergangenen Jahren wurden immer wieder unterschiedliche Untersuchungen veröffentlicht, die die Bedeutung des Apothekenschaufensters als Werbe- und Verkaufsinstrument zum Inhalt hatten. Dabei zeigte sich, dass das rein produktorientierte Schaufenster auf der Aufmerksamkeitsskala der Betrachter:innen nicht selten den letzten Platz einnahm. Anlassorientierte (Weihnachten, Muttertag) und erlebnisorientierte Schaufenster (Urlaub, Freizeit) belegten dagegen eher vordere Plätze.

Das Zauberwort lautet Themenschaufenster: Diese landen bei Betrachter:innen häufig auf Platz eins. Der Vorteil von themenbezogenen Schaufenstern liegt auch darin, dass sie Information, Angebot und Leistung optimal miteinander verknüpfen. Das mögen Passanten und Kunden. Ein weiterer Vorteil: Das Thema aus dem Schaufenster lässt sich ideal in der Offizin fortsetzen und bildet damit eine Gesamteinheit

Erscheinungsbild vorab gut überdenken

Bevor man Schaufensterthemen aufgreift, tut man gut daran, im Vorfeld zu überlegen, ob die Themen zur Apotheke passen, ob das entsprechende Know-how für die Umsetzung und vor allem Beratung vorhanden ist und ob die Aktionen das Image der Apotheke fördern. Die Mehrheit aller Menschen sind „Augenmenschen“, das heißt, sie speichern Erinnerungen und Emotionen primär über den Sinneskanal des Sehens ab.

Langweilig dekorierte Schaufenster, denen ein Blickfang, Spannung und visuelle Reize fehlen, werden daher nur sehr wenige Menschen ansprechen. Deshalb ist es wichtig, sich nicht nur über die Themen intensiv Gedanken zu machen, sondern auch über die Präsentation und die Platzierung beispielsweise der Produkte.

Die Erfahrung zeigt: Lieblos dekorierte Schaufenster erreichen Passanten nicht und erzielen letztendlich auch keine Kundenbindung. Und wie findet man heraus, ob Kund:innen ein Schaufenster gefällt? Die einfachste Möglichkeit ist, diese zu fragen. Binden Sie also ruhig Ihre Kund:innen ein und fragen Sie auch einmal nach, wie Ihren Kund:innen die Schaufenstergestaltung gefällt.

Dominanz-Ebenen einrichten

Die Kunst besteht darin, sagen Expert:innen heute, im Schaufenster eine Dominanz-Ebene für das Auge und damit das Gehirn zu schaffen. Diese Dominanz wird vor allem durch Größe und Farbe erreicht. In der Umsetzung bedeutet es, dass die Präsentationsinstrumente, die die Werbebotschaft transportieren sollen, sich in Größe und Farbe von allen anderen Elementen klar abheben müssen.

Gleiches gilt für die Farbe. Grund- oder Primärfarben (Rot, Gelb Blau), aber auch Schwarz und Weiß werden vom Auge schneller und damit dominanter aufgenommen als Zweit- oder Sekundärfarben (Orange, Grün, Violett).

Über die reine Sinneswahrnehmung hinaus verknüpfen wir mit Farben automatisch bestimmte Bedeutungen, die unsere Empfindungen bei der Farbwahrnehmung beeinflussen: Orangerot ist die Farbe des Feuers, bläulich schimmert das Eis der kalten Pole. Ein weiter, ruhiger Ozean ist blau und eine frische Wiese strahlt in hellem Grün. Solche Gedankenverknüpfungen schwingen mit, wenn Farben unsere Stimmung beeinflussen. Entstanden sind diese aufgrund menschlicher Ureindrücke und überlieferter kultureller Bedeutungen.

Sinneswahrnehmung: Mit Farben verknüpfen wir Assoziationen

Farbwirkungen über kulturelle Prägungen sind veränderlich und von der jeweiligen Kultur abhängig. In China ist Weiß beispielsweise die Farbe der Trauer, während es bei uns die Farbe Schwarz ist. Auch die Tradition und die Lebensumstände einer Kultur beeinflussen die Farbwirkung: Bei uns in Nordeuropa ist Grün eine alltägliche Farbe, die im Überfluss vorhanden ist. Ganz anders ist dies bei einem Volk, das in der Wüste lebt.

Hier ist Grün eine seltene Farbe und es symbolisiert das Paradies und üppige Oasen. Je nachdem also, ob eine Farbe in der natürlichen Umgebung vorkommt und leicht oder schwer zu erzeugen ist, steigt auch die Bedeutung dieser Farbe für eine Kultur. Ganz anders verhält es sich bei der Farbwirkung, die mit Ureindrücken verbunden ist. Rot zum Beispiel ist mit den drei Urerfahrungen der Menschheit, Blut, Feuer und Liebe, verbunden. Eine Begegnung mit der Farbe Rot brachte immer das Blut in Wallung.

Heute signalisiert uns die rote Ampel oder das rote Stoppschild: Halt – Gefahr – Wachsamkeit. Rot ist aber auch die symbolische Farbe des Mutes, der Kraft und des Krieges. Kriegsbemalungen wurden in Rot gehalten, bis zum Ende des 19. Jahrhunderts trugen in Europa die Soldaten rote Röcke und Uniformen.

Zielrichtung von Anzeigen kennen

Neben dem Schaufenster sind auch Zeitungsanzeigen sinnvoll, um für Produkte und Leistungen, aber auch ganz allgemein für die Apotheke zu werben. Ob eine solche Anzeige wahrgenommen wird, hängt maßgeblich von den Inhalten und der Gestaltung ab.

Jede vierte Apotheke wirbt für sich mindestens einmal im Monat in einer Tages- oder kostenlos erhältlichen Werbe-Wochenzeitung. Solche Anzeigenschaltungen belasten aber oft stark das Werbemittelbudget und gehören mit zu den kostenintensivsten Einzelmarketingmaßnahmen einer Apotheke. Deshalb lohnt es sich, Inhalte und Gestaltung einer solchen Anzeige im Vorfeld optimal zu planen und vorzubereiten.

Ziel der Anzeige klar festlegen

Die Zielrichtung von Anzeigen lässt sich grob in vier Kategorien einteilen, wobei in der Praxis auch Mischformen sehr sinnvoll sind:

  • Image-Anzeige
  • Produkt-Anzeige
  • Service- und Dienstleistungs-Anzeige
  • Aktions-Anzeige

Das Ziel der Image-Anzeige ist es, die Apotheke ganz allgemein bekannt zu machen oder positiv in das Bewusstsein der Kunden zu rufen. Eine Oster-Anzeige mit dem Text: „Wir wünschen allen unseren Kund:innen ein frohes und erholsames Osterfest – Ihre Stern-Apotheke“, gehört zu den typischen Vertretern einer solchen Image-Anzeige.

Die Produkt-Anzeige wirbt hingegen aktiv für den Kauf von Produkten in der Apotheke. Dies kann auch über Sonderangebote oder entsprechende „Dauertiefpreise“ geschehen. Die angebotenen Produkte können dabei saisonal sortiert sein oder sich ganz allgemein auf das nicht verschreibungspflichtige Sortiment der Apotheke beziehen.

Mit Anzeigen Aufmerksamkeit erregen

Service- und Dienstleistungs-Anzeigen stellen eine oder mehrere Leistungen der Apotheke werblich heraus. „Wir messen schnell und sicher Ihren Blutdruck“, ist ein Beispiel für eine solche Anzeige. Aktions-Anzeigen beziehen sich meistens auf eine Aktion, gleichgültig ob diese sich über einen oder mehrere Tage erstreckt. „Damit Sie dem Husten etwas husten können! Erkältungs-Aktion in der Stern-Apotheke“, kann der Inhalt einer solchen Aktions-Anzeige sein.

Mischformen unter den einzelnen Anzeigentypen sind nicht nur möglich, sondern sehr sinnvoll. Untersuchungen haben gezeigt, dass zum Beispiel die Verknüpfung von Aktions- und Produkt-Anzeigen das Interesse bei den Leser:innen besonders weckt. Aber auch Aktions-Anzeigen im Rahmen von Dienst- und Serviceleistungen kommen in Sachen Aufmerksamkeit grundsätzlich gut an.

Image-Anzeigen hingegen werden von Leser:innen zwar wahrgenommen, veranlassen diese aber nicht, eine Leistung der Apotheke aktiv in Anspruch zu nehmen. Deshalb sollte man solche Anzeigen selten oder nur zu bestimmten Anlässen wie beispielsweise Weihnachten oder Ostern schalten.

Zur Weiterführung und Vertiefung empfehlen wir diese Live-Online-Fortbildung:

Auf Instagram sichtbar werden und mehr Reichweite erzielen
Mit dem eigenen Instagram-Konto bieten Sie Kunden eine weitere Kontaktmöglichkeit. Sie erhalten wertvolle Statistiken und erfahren so, was Ihre Kunden wirklich interessiert, und können zielgruppengenau Werbung schalten. Live-Online-Fortbildung: 26.10.2022
Referent: Christian Hutter
Hier anmelden

Jetzt buchen:
Imagegewinn mit Instagram

Auf Instagram sichtbar werden und mehr Reichweite erzielen
Mit dem eigenen Instagram-Konto bieten Sie Kunden eine weitere Kontaktmöglichkeit. Sie erhalten wertvolle Statistiken und erfahren so, was Ihre Kunden wirklich interessiert, und können zielgruppengenau Werbung schalten.

Live-Online-Fortbildung: 26.10.2022

Referent: Christian Hutter

Hier anmelden
Sie. Wir. Und Ihre Apotheke.