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Digitale Teilhabe

Artikel von Niels Magill

Jeder fünfte Bundesbürger nutzt Fitness-Apps1, jeder zweite sucht online nach Gesundheitsthemen.2 Machen Sie das zu Ihrem Vorteil: Wir zeigen, welche Chancen Digital Health für Ihre Apotheke bietet

Wir googeln Krankheitssymptome und den aktuellen Pollenflug, Wearables zeichnen Schritte auf und Apps erinnern uns regelmäßig daran, Tabletten einzunehmen: Digital Health ist eines der größten Themen unserer Zeit. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung haben digitale Gesundheitsanwendungen großes Potenzial, „Patienten in ihrer Rolle zu stärken und damit die Versorgung zu verbessern.“ 3 Denn: Das Bedürfnis nach Information und Partizipation ist in der Bevölkerung so hoch wie nie zuvor. Digitale Helfer, beispielsweise Fitness-Apps, geben den Patienten die Möglichkeit, selbstbestimmt zu agieren und aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Die Herausforderung? Laut der Bertelsmann-Stiftung entwickelt sich Digital Health außerhalb des klassischen Gesundheitssystems. Während jeden Tag neue Angebote auf dem Markt erscheinen und von der Bevölkerung begeistert angenommen werden, reagieren Krankenkassen, Apotheken und Arztpraxen noch verhalten auf diesen Trend. 3 Einen Austausch zwischen den beiden Welten gibt es kaum.

Die Herausforderung? Laut der Bertelsmann-Stiftung entwickelt sich Digital Health außerhalb des klassischen Gesundheitssystems. Während jeden Tag neue Angebote auf dem Markt erscheinen und von der Bevölkerung begeistert angenommen werden, reagieren Krankenkassen, Apotheken und Arztpraxen noch verhalten auf diesen Trend. 3 Einen Austausch zwischen den beiden Welten gibt es kaum.

Mehrwert für die Beratung

Sie können das ändern – indem Sie digitale Gesundheitsanwendungen nicht als Konkurrenz für Ihre Apotheke betrachten, sondern als Mehrwert und Ergänzung für Ihre Beratung. Ein Beispiel: Bereits ein Drittel aller Bundesbürger nutzt sogenannte Wearables, also Smartwatches oder Fitnessarmbänder, um sich mithilfe von Apps selbst zu vermessen.4 Bieten Sie Kunden mit einem Fitnessarmband am Handgelenk an, die aufgezeichneten Werte mit ihnen zu besprechen. So können Sie ihnen helfen, die Daten besser zu verstehen und zeigen, wie wichtig es ist, im Zweifelsfall den Rat einer Fachperson einzuholen. Die Bereitschaft, diese Informationen zu teilen, ist übrigens hoch: Laut einer Bitkom-Studie würden 75 Prozent der Nutzer eines Fitness-Armbands ihre Vitalwerte im Krankheitsfall an einen Arzt übermitteln.4

Außerdem können Sie Ihre Kunden dabei unterstützen, aus den über 100.000 digitalen Gesundheitsangeboten 5 die richtigen für sich auszuwählen. Erstellen Sie etwa eine Liste mit Apps, die für Patienten sinnvoll sind – beispielsweise ein Diabetes-Tagebuch oder einen Pollenflug-Kalender. Hier gilt: Seriöse Angebote versprechen keine Wunderheilung, sondern liefern den Nutzern konkrete Hilfestellungen für ein Leben mit der Krankheit. Zudem sollte bei jeder App, die medizinischen Anspruch erhebt, ein Urheber mit ausreichend Fachwissen angegeben sein – wer Tipps von Laien befolgt, läuft Gefahr, gefährliche Krankheiten zu verschleppen. Bei kostenlosen Angeboten ist zudem wichtig zu wissen, wer diese finanziert, welche Interessen dahinterstehen und was mit den Daten der Nutzer geschieht. Denn gerade beim Umgang mit sensiblen medizinischen Informationen sollte erkenntlich sein, wie diese gespeichert und weitergegeben werden.

Werden Sie selbst aktiv

Neben der Beratung am HV können Sie als Apotheke auch selbst online aktiv werden. Neben der eigenen Webseite bietet das Internet zahlreiche weitere Möglichkeiten, um Kunden auf sich aufmerksam zu machen und die Relevanz der Apotheke zu stärken. Erstellen Sie zum Beispiel Ihren eigenen Podcast. Das ist eine Art zeitunabhängige Radiosendung, die von jedermann produziert werden kann. Journalisten, Polizeibeamte, Pharmazeuten oder Finanzberater sprechen in ihren Sendungen über die unterschiedlichsten Themen. Mit Erfolg: Bereits 15  Prozent der Bundesbürger hören wöchentlich Podcasts – Tendenz weiter steigend.6 Um eine Sendung zu produzieren, brauchen Sie nur ein Mikrofon und eine kostenlose Aufnahme-Software. Für technikaffine PTA ist die Einarbeitung ein Kinderspiel. Sprechen Sie in Ihren Sendungen etwa über saisonale Krankheiten wie Magen-Darm-Infekte oder reagieren Sie auf aktuelle Gesundheitsthemen, die Ihre Kunden am HV bewegen. Die Aufnahmen laden Sie anschließend auf Ihrer Webseite oder bei bekannten Podcast-Anbietern wie iTunes und Soundcloud hoch. So ist Ihr Fachwissen für sämtliche Hörer zugänglich. Oder Sie drehen in Ihrer Apotheke Kurzfilme zur richtigen Anwendung von Insulin-Pens, Thrombose-Strümpfen oder Augentropfen und veröffentlichen diese kostenlos auf Videoportalen. Dass dieser Mehraufwand bei Kunden gut ankommt, zeigt etwa der Youtube-Kanal des Apothekeninhabers Jan Reuter. Er hat bereits mehr als 1.200 Abonnenten, die seine Tipps schätzen. Trauen Sie sich, nutzen Sie die digitalen Chancen und werden Sie für Ihre Kunden zum Gesundheitspartner, online und offline gleichermaßen.

Sanofi fördert Digital Health

Der Gesundheitsmarkt muss sich für das Thema Digital Health öffnen. Das hat Sanofi erkannt: Als Partner der „Startup-Creasphere“ arbeitet der Konzern gemeinsam mit jungen Unternehmen an neuen, digitalen Innovationen.


Das Konzept

Die „Startup-Creashpere“ in München vernetzt Großunternehmen aus Pharmazie und Medizin mit jungen Startups. Sie arbeiten gemeinsam an digitalen Projekten im Gesundheitsbereich – dabei kombinieren sie die Stärke und Beständigkeit der Konzerne mit der Dynamik der Jungunternehmen.


Die Umsetzung

Sanofi unterstützt die Startups etwa mit Fachwissen zu den Themen Vertrieb und Strategie dabei, ihre Ideen umzusetzen und erfolgreich auf den Markt zu bringen. So entstehen innovative, gut durchdachte Produkte, die für sämtliche Akteure des Gesundheitsmarktes interessant sind.


Der Nutzen für Sie als Apotheke

Neue Angebote, die Ihre Kundenberatung bereichern: Aktuell arbeitet Sanofi mit einem Startup zusammen, das einen Sensor entwickelt hat, der im Schlafzimmer die Pollenbelastung misst und den Allergiker frühzeitig warnt. Zukünftig für Sie eine ideale Zusatzempfehlung – zum Beispiel bei der Abgabe von Histaminika.



Seminartipp:
Mit digitalem Marketing und Services Kunden gewinnen und begeistern

Die Bequemlichkeit ist der Schlüsselfaktor: Mit neuen Bestellplattformen haben Apotheker eine digitale Antwort auf die gestiegenen Nutzererwartungen in einer immer digitaleren Welt. Die stationäre Apotheke kann unter Beibehaltung bewährter Werte wie „Betreuung und Beratung“ offline und online stark sein. Lernen Sie, wie Sie mit digitalen Services, Apothekenkunden im Web begeistern, die Kundenbindung vertiefen und Umsätze generieren.
Leitung: Joss Hertle
Termine: 19. März 2020, Frankfurt am Maim
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1 www.aerztinnenbund.de/Erfolgreiche.2113.0.2.html
2 www.aerzteblatt.de/nachrichten/88836/Viele-Menschen-informieren-sich-online-ueber-Gesundheitsthemen
3 Bertelsmann Stiftung (2016). Gesundheits-Apps: Bedeutender Hebel für Patient Empowerment – Potenziale jedoch bislang kaum genutzt. Spotlight Gesundheit (2)
4 www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Gemeinsame-Presseinfo-von-Bitkom-und-BMJV-Fast-ein-Drittel-nutzt-Fitness-Tracker.html
5 www.aerzteblatt.de/nachrichten/66430/Mehr-als-100-000-Gesundheits-Apps-fuer-Smartphone-und-Tablet-verfuegbar
6 www.ard-werbung.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/2017/artikel/umfassende-deutsche-podcast-studie-spot-on-podcast-analysiert-deutschen-markt/
jeweils letzter Zugriff: 28.11.2019

Fotos: istock.com/elenabs, JuliarStudio, saicle

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