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Was gute Teams erfolgreich macht

Gemeinsam statt einsam

Eine erfolgreiche Apotheke braucht mehr denn je engagierte Mitarbeiter, die optimal im Team zusammenarbeiten. Teamarbeit stellt besondere Anforderungen an den Teamleiter und die Mitglieder. Die folgenden Schlüsselfaktoren verraten Ihnen, worauf es bei der Zusammenarbeit im Apothekenteam wirklich ankommt.

Rubrik: Team; Autorin: Doris Nelskamp; aus beraten&verkaufen Oktober bis Dezember 2015

Ein Team braucht klare Ziele. Es kann nur dann autonom arbeiten, wenn alle Teammitglieder wissen, was erreicht werden soll, ohne sich ständig neue Anweisungen holen zu müssen. Klare, eindeutige Ziele beugen Missverständnissen vor und geben Halt und Orientierung. Hat ein Team ein gemeinsames Ziel, kann es an einem Strang ziehen, sich gegenseitig unterstützen und motivieren. Profitieren die Teammitglieder auch persönlich von den Zielen ihres Teams, ist das ein zusätzlicher Motivationsschub. Nur wenn alle auf dasselbe Ziel hinarbeiten, mit dem sie sich auch identifizieren können, entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Teamgeist. Ein enorm wichtiger Faktor, um eine hohe Arbeitsmoral im Team zu etablieren.

Mindestens genauso wichtig wie klare Ziele sind klare Aufgaben. Die Freiheit des Teams, selbstständig zu arbeiten, braucht auch Strukturen. Verhindern Sie, dass Ihre Teammitglieder planlos vor sich hinwerkeln oder alles doppelt und dreifach machen. Klären Sie, wer welche Aufgaben übernimmt, und setzen Sie Mitarbeiter dort ein, wo sie ihre Fähigkeiten und Potenziale am besten umsetzen können. Sorgen Sie dafür, dass jeder genau weiß, was er zu tun hat, welche Inhalte zu seiner Aufgabe gehören und welche Erwartungen damit verbunden sind. Achten Sie auch darauf, dass die Teammitglieder untereinander wissen, wie die eigene Arbeit mit der der anderen ineinandergreift. Das erleichtert es auch, im Bedarfsfall die Aufgaben anderer zu übernehmen. Jedes Teammitglied nimmt dabei seine Rolle ernst und versucht die Erwartungen der anderen zu erfüllen.

Erfolgreiche Teams sind diejenigen, in denen die einzelnen Mitglieder mit ihren Fähigkeiten wie Zahnräder in einem Getriebe funktionieren. Während die einen Experten ihrer Spezialgebiete sind, agieren Allrounder und Generalisten als Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Aufgabenfeldern. Klar umrissene Verantwortungsbereiche sorgen dafür, dass jedes Teammitglied seine Aufgaben eigenverantwortlich erfüllt und die dafür notwendigen Entscheidungen selbständig treffen kann, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Nur dann kann es nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Nur informierte, kompetente und geschulte Mitarbeiter sind in der Lage, eigenverantwortlich zu handeln. Dazu bedarf es regelmäßiger Fort und Weiterbildung, die auch ein wichtiger Motivationsfaktor ist.

Verbindlichkeit, Kommunikation und Information
Was gute Teams erfolgreich macht.

Viele kennen den Spruch „Team bedeutet: Toll, ein anderer macht’s!“. Gute Teamarbeit kann nur funktionieren, wenn jeder sich an die Vereinbarungen hält. Jedes Teammitglied muss sich auf die anderen verlassen können. Und es muss gewährleistet sein, dass die Aufgaben auch erledigt werden. Niemand möchte dabei mit Druck zu Höchstleistungen gedrängt werden. Wie in allen anderen Lebensbereichen wollen Menschen mit Respekt behandelt werden. Eine angenehme Arbeitsatmosphäre zeichnet erfolgreiche Teams aus. Jedes Teammitglied sollte sich gut aufgehoben und involviert fühlen.

Es sollte seine Ideen, Sorgen und Nöte frei ausdrücken können und dem Input der anderen Teammitglieder ebenfalls aufgeschlossen gegenübertreten. Zu Respekt gehört übrigens auch das Einhalten von Zusagen, Terminen und Vereinbarungen. Die Teammitglieder sollten keine Angst davor haben, etablierte Strukturen und Arbeitsverfahren infrage zu stellen und auch einmal neue Wege zu gehen, um Kreativität zu fördern. Wer aus der Routine ausbricht, kommt auf ganz neue Ideen. In einem guten Team ist immer Platz für ungewöhnliche Ideen und neue Arbeitsprozesse.

Teamarbeit ohne Kommunikation gibt es nicht. Egal, wie gut jeder seine Aufgaben und Ziele kennt – ein Team funktioniert nur als Ganzes, so wie es auch als Ganzes für seine Ergebnisse verantwortlich ist. Unterstützen Sie deshalb die Kommunikation im Team. Regelmäßige Teamsitzungen sind wichtig, um Probleme zu klären, Lösungen zu finden und Fortschritte zu besprechen. Solche Besprechungen müssen zielorientiert sein, damit sich beispielsweise Diskussionen nicht endlos im Kreis drehen. Achten Sie auf einen freundlichen Umgangston. Als Chefin oder Chef setzen Sie die Maßstäbe und prägen den Stil, an dem sich die Teammitglieder orientieren. Missverständnisse und Konflikte müssen aktiv beseitigt und möglichst schnell ausgeräumt werden. Die Devise muss lauten: nicht aussitzen, sondern aktiv angehen. Regelmäßige Rückmeldungen helfen, die Teamarbeit stetig zu verbessern und abzusichern. Kritik ist dabei immer konstruktiv. Lob und Anerkennung fördern den Zusammenhalt und die Motivation der einzelnen Mitglieder. Nichts ist mehr für den Erfolg eines Teams verantwortlich als ein gutes, vertrauensvolles Arbeitsklima und gegenseitige Hilfe und Unterstützung. Schweißen Sie Ihr Team deshalb zusammen. Machen Sie allen klar, dass nur der Gesamterfolg zählt und dass jeder für seinen Anteil an diesem Erfolg verantwortlich ist. Am Ende gewinnt oder verliert nicht der Einzelne, sondern das Team. Der Nutzen des Teams muss daher absoluten Vorrang haben.

Führen lernen – führen lassen

Teamarbeit anzuordnen ist leicht, im Team zu arbeiten schon wesentlich weniger. Nicht jeder ist von Natur aus befähigt, ein Team zu leiten, und auch nicht jeder, in einem zu arbeiten. Und Führung ist nicht gleich Führung. Jedes noch so gute Team braucht jemanden, der es führt. Jemanden, der die Hauptverantwortung trägt, die Richtung vorgibt, Ansprechpartner bei Fragen ist und so weiter. Ein Team zu leiten, ist allerdings etwas anderes, als Mitarbeiter im klassisch hierarchischen Sinn zu führen. Vertrauen zur Teamführung und zueinander ist oberstes Gebot für die Zusammenarbeit im Team. Ein Team zu leiten stellt deshalb hohe Anforderungen an die soziale und kommunikative Kompetenz der Führungskraft. Bereiten Sie dafür vorgesehene Mitarbeiter, zum Beispiel bei der Einführung einer mittleren Führungsebene, auf die neue Rolle vor. Führen ist eine Dienstleistung, kein Privileg. Es zeugt eher von Führungsstärke, wenn man sich hier im Rahmen von Coaching und Inhouseschulungen externe Hilfe und Unterstützung holt.

Seminartipp

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